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Tages-/Nachtpflege

Nach Erhebungen und Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nimmt der Altersdurchschnitt unserer Bevölkerung kontinuierlich zu. Durch die steigende Lebenserwartung wird es immer mehr hochaltrige aber auch an Demenz erkrankte und pflegebedürftige Menschen geben. Für diese Menschen sind Tages-/ Nachtpflege-einrichtungen von besonderer Bedeutung. Sie sind ein Bindeglied zwischen der Pflege zu Hause (dort ggf. auch unterstützt vom ambulanten Pflegedienst) und der vollstationären Pflege im Heim.

Lebensqualität und Zufriedenheit im Alltag

Unsere Tages-/ Nachtpflegeeinrichtung, in der hilfebedürftige Menschen teilstationär tagsüber oder nachts aufgenommen, pflegerisch versorgt und betreut werden können, ist in die vollstationäre Einrichtung integriert, d.h. deren Räumlichkeiten, Einrichtungen, Versorgungs- und Wirtschaftseinheiten stehen zur Verfügung und werden mitbenutzt.

Tagespflege

Für den Pflegebedürftigen bedeutet die Tagespflege durch ihre aktivierenden und aufbauenden Elemente eine Steigerung der Lebensqualität und für die pflegenden Angehörigen eine oft dringend notwendige Entlastung. Eine Tagesstruktur mit Gruppen- und Einzelaktivitäten, die die jeweiligen Bedürfnisse der Tagesgäste berücksichtigt, trägt zur Erhaltung ihrer größtmöglichen Selbständigkeit bei und fördert die Lebensqualität und Zufriedenheit im Alltag.

Auch für an Demenz Erkrankte ist die Tagespflege gut geeignet und wichtig. Sie bietet dem Personenkreis soziale Kontakte z.B. in einer Gruppe gleich Betroffener. Mit der fachlichen Begleitung beim Besuch der Tagespflegeeinrichtung können an Demenz erkrankte Personen oft auch im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit noch sehr lange in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung verbleiben und die gewachsenen sozialen Beziehungen aufrechterhalten, so dass eine dauerhafte stationäre Unterbringung vermieden oder hinausgeschoben wird und dennoch sind die notwendige Pflege und Betreuungsleistungen durch gut ausgebildete Personen gesichert.

Während die Pflegebedürftigen die Tagespflegeeinrichtung besuchen haben ihre pflegenden Angehörigen freie Zeit zur Verfügung, die ihre bei einer Rund-um-die-Uhr-Pflege oft bestehende häusliche Isolation aufbrechen und zur Entspannung der Pflegesituation beitragen kann. Auf Wunsch begleiten die Mitarbeiter der Einrichtung die pflegenden Angehörigen auch bei ihrer belastenden Pflegetätigkeit und leiten sie im Umgang mit dem Pflegebedürftigen an. Sie geben wichtige Hinweise, informieren über das Krankheitsbild und den Krankheitsverlauf sowie über weiterführende Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten.

Nachtpflege

Viele pflegebedürftige Menschen leiden an schweren Schlafstörungen. Dadurch benötigen sie häufig einen erhöhten Betreuungsaufwand und fallen damit nicht nur sich, sondern besonders den pflegenden Angehörigen so zur Last, dass diese die Pflege am Tag kaum noch leisten können. Die bekannteste Lösung ist dann ein Umzug in ein Pflegeheim. Die Nachtpflegeeinrichtung soll dies verhindern oder hinauszögern. Sie kann für viele Betroffene ein wesentlicher Stabilisierungsfaktor zur Beibehaltung der eigenen Häuslichkeit sein. Sie dient aber auch der Entlastung der pflegenden Angehörigen und damit letztlich der Stärkung ihres Pflegewillens.